Kooperation mit Tagesmüttern 25.02.15

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Cordes, wir beantragen die Prüfung der Rahmenbedingungen und Kosten einer Zusammenarbeit mit Tagesmüttern/-vätern, um mögliche Nachfrageüberhänge z.Bsp. im Krippenbedarf zukünftig abfangen zu können. Zwei für die Familien wichtige Argumente gilt es nach Meinung der CDU mindestens zu berücksichtigen:
  • Die Betreuung bei einer Tagesmutter ist deutlich teurer als in einer Krippengruppe
Den Zahlen aus dem aktuellen Berichtswesen zufolge bezuschussen wir jeden Krippen-/ Kindergartenplatz mit ca. 400,- € pro Monat. Zumindest ein Teil dieses Betrags könnte als Subventionierungsmasse an die Familien weitergereicht werden, um die Mehrkosten einer Tagesmutter/eines Tagesvaters auszugleichen
  • Die Betreuung in einer Kita ist hochwertiger
Dieses Argument ist schon aufgrund der Aus- und Weiterbildungen der Erzieher/innen richtig. Doch steht dem auch einiges entgegen, was Tagesmütter/-väter bieten und individuell von den Familien bewertet und gewünscht wird (kleinere Gruppen, mehr Individualabsprachen möglich, deutlich mehr Ruhe, nur 1 neue Bezugsperson, größere Flexibilität bezgl. Betreuungszeiten). Nichtsdestotrotz sollten wir über Maßnahmen nachdenken, die die Qualifikation der Tagesmütter und damit die Betreuungsqualität noch erhöhen (Weiterbildungen, Hospitationen und/oder Praktika in den Kitas, Definition best. Richtlinien - angelehnt an die Zertifizierung der Kitas, Partnerschaften mit den Kitas etc) Tagesmütter und -väter, die sich bereit erklären, an solchen oder ähnlichen Qualifikationsmaßnahmen teilzunehmen, könnten in einen Vermittlungspool aufgenommen werden, der den Eltern als Alternative zu einem Krippenplatz vorgelegt wird. Eltern, die ihre Kinder bei Tageseltern aus diesem Pool unterbringen, könnten aus der o.g. Subventionierungsmasse unterstützt werden. Dem Gesetz zufolge hat jedes Kind von der Vollendung des ersten Lebensjahres bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres Anspruch auf einen Platz in einer Kindertages-einrichtung ODER in Kindertagespflege. Angesichts der Haushaltslage und der anstehenden Projekte sollten wir nun diesen zweiten Lösungsansatz in Betracht ziehen. Um einem etwaigen Nachfrageüberschuss 2016/2017 schon hiermit begegnen zu können, bitten wir um zeitnahe Bearbeitung, denn sämtliche qualitativen Maßnahmen wie in 2) angerissen, brauchen ausreichenden zeitlichen Vorlauf. Mit freundlichem Gruß CDU Gemeinderatsfraktion Sandra Röse

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