Sandra Röse stellt sich vor…

15. Februar 2019

Von Frau zu Frau….
Im Gespräch mit Pressesprecherin Margret Lueßen

Seit dem 22. Januar hat sich auch bei der CDU einiges verändert. Ein Team von etwa 10 Personen unterstützt Sandra Röse, die eventuell künftige Bürgermeisterin der Gemeinde Oyten bei ihrem Wahlkampf. Wir treffen uns wöchentlich und stecken voller Ideen. Ideen, die Sandra uns allen nahegebracht hat. Sie ist diejenige, die genau weiß, was sie will, die uns ihre Gedanken ganz klar und deutlich mitteilt und kritisch beurteilt, was wir zusammentragen.
Begeistert bin ich dabei von ihrer unglaublichen Willensstärke, die sie jedoch immer wieder mit netten Worten untermalt. Sie bedankt sich bei jedem, der tätig geworden ist. „Chefin“ des Wahlkampfs ist Sandra, doch sie begegnet uns auf Augenhöhe.

Sandra, wenn ich gerade von der Begegnung auf Augenhöhe berichtet habe, dann teile Du doch Deinen Lesern mal mit, wie Du es dir künftig vorstellst, auf Augenhöhe mit den Ratsmitgliedern zu bleiben:

    Bleiben ist hier, glaube ich, genau die richtige Formulierung. Die Bürgermeisterin ist ja nicht die Vorgesetzte der Ratsdamen und -herren. Weißt du, ich diskutiere ja so gerne.  Ich hab ja von meinen Eltern gelernt, dass es bei einer Diskussion nicht ums Gewinnen geht, sondern um den Austausch und damit ums Zuhören und Lernen. Ich gebe zu, dieser Ansatz konkurriert gelegentlich mit meinem Rechthaber-Gen, aber im Gemeinderat sitzt so viel Fachwissen aus den unterschiedlichsten Bereichen, da wäre ich nicht gut beraten, die Augenhöhe zu verlassen.

Ihr wohnt seit 2010 in Oyten. Da Ihr jedoch beide in Bremen berufstätig seid, ist Familie Röse in Oyten nicht wirklich bekannt, wie „der bunte Hund!“ Ein Weg, Dich den Menschen näher zu bringen, sind diese wöchentlichen Neuigkeiten. Was planst Du, vielleicht mit Kollegen aus der Fraktion, um eine gewisse Popularität zu bekommen.

    Ich gehe zu den Menschen. Neben dem klassischen Haustürwahlkampf, der ja leider nicht viel Zeit für Gespräche vorsieht, starten wir mit Wohnzimmerkonzerten durch. „Wohnzimmerkonzert“ ist mehr ein Arbeitstitel für dieses Format, denn wir machen keine Musik… obwohl, ich singe sehr gerne… Vielleicht nennen wir es Sofa-Schnack mit Sandra. Es funktioniert so: du fungierst als Gastgeber, lädst – sagen wir – 10 Freunde und Bekannte zu dir ein, die mich noch nicht oder nur flüchtig kennen und ich komme dazu. Wir verbringen gemeinsam Zeit und reden, trinken ein Glas Wein und lernen uns kennen. Natürlich stehe ich mit der CDU auch an den Supermarkts-Wahlkampfständen, die jeder kennt und liebt. In der Regel gehen uns die Menschen da ja eher aus dem Weg, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass doch ein paar da mit mir ins Gespräch kommen wollen. Auf Facebook informiere ich die Menschen über das, was ich im Wahlkampf mache, welche Inhalte ich vorantreiben möchte. Wenn in Oyten etwas los ist, versuche ich, dabei zu sein – damit meine ich z.B. die Backfeste des Heimatvereins, die Sportlerehrung im Rathaus und so weiter. Außerdem touren wir als CDU ja weiter durch die Ortsteile – auch da stehe ich für Gespräche zur Verfügung. Ach ja, einen Internetauftritt habe ich auch: www.sandraroese.de . Der beinhaltet auch einen Blog, also eine Art Tagebuch, in dem ich von allen Aktionen berichte. Ein, zwei Ideen hab ich noch in Petto. Mal sehen, ob die Zeit dafür noch reicht.

Ich bin mir sehr sicher, dass es die Bürgerinnen und Bürger interessiert, wie Dein beruflicher Werdegang bisher aussieht. Erzähl doch mal!

    Oh, dass kurzzufassen wird schwierig. Ich bin eine Frau des zweiten Bildungswegs. Zum Ende der Schulpflicht konnte mich keiner mehr fürs Lernen begeistern, ich wollte arbeiten und nicht studieren. Also habe ich eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei einem Küchenhersteller namens Beckermann Küchen absolviert. Ein recht großer Arbeitgeber im Raum Cloppenburg. Die waren damals international tätig, mit großer Export-Abteilung und Küchenstudios von Japan über Europa bis Amerika. Da wollte ich gerne arbeiten, mein Schulenglisch reichte dafür aber nicht. Also traf ich mit der Geschäftsleitung die Vereinbarung, für ein Jahr auf eine Fremdsprachenschule zu gehen und danach dann in den Export zu wechseln. Diese Schule habe ich übrigens privat bezahlt und das Geld dafür bei Beckermann in Nachtschichten verdient. Seitdem weiß ich, wie belastbar ich bin. Während dieses Jahres aber geriet das Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage und hat u.a. den Export massiv runtergefahren. Mein Plan erfuhr also eine unfreiwillige Änderung  Ich wurde nach Beendigung der Weiterbildung im Einkauf eingesetzt, was ja durchaus interessant war, ABER ich hatte auf der Fremdsprachenschule die Freude am Lernen wiedergefunden. Außerdem wollte ich mal raus. Und so wechselte ich nach ein paar Monaten Job und Wohnort und zog nach Hamburg. Der neue Arbeitgeberhieß A.W. Niemeyer, ein Versandhändler für Wassersportbedarf. Das war mal eine Umstellung. Da ich nicht nur Sprachen mag, sondern auch ein Faible für Zahlen habe, wurde ich auch dort in Materialdisposition und Einkauf, später im Produktmanagement eingesetzt. Berufsbegleitend begann ich dann ein Abendstudium der Betriebswirtschaftslehre. 3 Jahre lang, 3-4 Abende pro Woche und an den anderen Abenden bin ich tanzen gegangen  Ich schweife ab, Entschuldigung. Der Studienschwerpunkt war Betriebsorganisation und seit dem analysiere, organisiere ich und entwickle weiter. Damit nicht aufzuhören, sondern in regelmäßigen Abständen alle Abläufe und Verantwortlichkeiten auf den Prüfstand zu stellen, ist meine Kernkompetenz. Nach ein paar Jahren in Hamburg zog es mich dann doch wieder dichter zu meinen Eltern und ich landete in Bremen, bei Günter ACS Guest Supplies. Als Einkaufsleiterin und Einkäuferin habe ich da schon sehr projektorientiert arbeiten dürfen. Bei Günter habe ich übrigens auch meinen Mann kennengelernt. Das war im Jahr 2000. Okay, dass mit dem Kurzfassen klappt ja überhaupt nicht. Soll ich die Geschichte vielleicht beim nächsten Kaffee weiter erzählen? Dann hätten wir jetzt noch ein wenig Zeit für deine anderen Fragen.

Bei Deiner Vorstellung während der Mitgliederversammlung hast Du davon berichtet, dass es Dir sehr am Herzen liegt, für die Mitarbeiter in der Verwaltung ein menschlicher Chef zu sein. Was sind dabei Deine genauen Vorstellungen?

    Na ja, du hast es ja neulich schon so schön gespiegelt. Ich glaube an die Bedeutung des Zuhörens, des Humors und des freundlichen Worts. Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich als Bürgermeisterin z.B. die ganze Zeit in meinem Büro arbeiten will. Warum nicht auch mal an einem Tisch auf dem Flur, sichtbar und ansprechbar? Ein wesentlicher Baustein für den Erfolg eines Teams, wie die Verwaltung es ja auch ist, ist die Motivation. Ich bin zwar keine Wünscheerfüllerin, aber das darf mich ja nicht daran hindern, respektvoll und wertschätzend zu sein.

Im Wahlkampf wird immer so viel versprochen, was kaum jemand nach der Wahl einlösen kann. Das wissen auch die Bürgerinnen und Bürger. Bist Du genauso „verpackt“ oder dürfen wir alle Dich beim Wort nehmen?

    Natürlich dürft ihr mich beim Wort nehmen, ABER was kümmert mich mein Geschwätz von gestern – das war Konrad Adenauer, oder? Du lächelst, wie schön. Wichtig ist zu verstehen, dass der politische Einfluss des Bürgermeisters begrenzt ist. Alleine kann ich fast gar nichts entscheiden. Im politischen Tagesgeschäft liegt die Aufgabe der Bürgermeisterin eher darin, zusammen mit der Verwaltung alle Themen so akkurat vorzubereiten, dass der Rat zügig und fundiert entscheiden kann. Und im Gemeinderat hat auch die Bürgermeisterin nur eine einzige Stimme. Die Themen, die ich voranbringen will, muss ich also – zusammen mit den Mitarbeitern der jeweiligen Fachbereiche – so überzeugend vorbereiten und vortragen, dass die Mehrheit den Weg mit mir gehen will. Natürlich habe ich ein gutes Argument auf meiner Seite, falls ich gewählt werde: die Menschen haben mich für genau die Umsetzung besagter Themen und Ziele gewählt. Das also zu blockieren würde bedeuten, gegen den Willen des Wählers zu agieren. Deshalb bin ich guter Dinge, dass ich Wort halten kann!
    Wenn Ihnen unsere kleine Unterhaltung gefällt, dann schauen Sie gerne in der kommenden Woche wieder rein. Unser Ziel ist ganz klar: Ihr Kreuz am 26. Mai soll der CDU und damit Sandra Röse gehören, wem denn wohl sonst?

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