Sandra Röse will Bürgermeisterin werden

27. Januar 2019
Sandra Röse (47) will hauptamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Oyten werden und genießt dafür das große Vertrauen ihrer Partei. Mit einer deutlichen Zwei-Drittel-Mehrheit kürte die CDU-Mitgliederversammlung am Dienstagabend Röse in geheimer Abstimmung zur Kandidatin der CDU für die Bürgermeisterwahl im Mai. Bei der Kandidatenfindung der Christdemokraten setzte sich die Unternehmerin, Familienmutter und Ratsfrau souverän gegen drei Mitbewerber durch. Im ersten Wahlgang verfehlte Sandra Röse mit 22 von 45 möglichen Stimmen nur knapp die erforderliche Mehrheit. Jens Blohme erhielt 12 Stimmen, Reinhard Luessen sieben und Michael Endress vier. In der Stichwahl zwischen den beiden stimmstärksten Bewerbern votierten 30 CDU-Mitgleider für Röse und 15 für Blohme Mit 45 von 70 Oytener CDU-Mitgliedern war die Versammlung im "Alten Krug" sehr gut besucht. Das hatte seinen Grund: "Heute geht's richtig ans Eingemachte", stimmt Parteichef Hermann Ehlers den Saal auf einen spannenden Abend ein, "wir wollen unseren Bürgermeisterkandidaten wählen. Und der oder die hat im Mai gute Chancen - die Voraussetzungen sind sehr gut." Was die Beteiligung am Mitgliederentscheid angehe, so "haben wir die SPD in dieser Runde schon geschlagen - und vielleicht schaffen wir das im Mai ja nochmal", so Ehlers. Nach den Vorkommnissen bei der SPD legte die CDU laut Ehlers größten Wert auf eine blitzsaubere demokratische Entscheidung der Mitglieder über ihren Bürgermeisterkandidaten. Als "Wahlbeobachter" gesellte sich zudem der stellvertretende Landrat und Ottersberger CDU-Chef Reiner Sterna zu der Runde. Die Wahlleitung übernahm CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Kai Grönke, von Haus aus Rechtsanwalt. "Wir bieten nicht nur eine Auswahl, sondern eine gute Auswahl: Alle vier wären geeignet, das Bürgermeisteramt auszufüllen", läutete Grönke die Vorstellungsrunde der Bewerber ein. In per Losentscheid festgelegter Reihenfolge hatten Röse, Blohme, Endress und Luessen jeweils zehn Minuten Zeit, sich und ihre Ziele zu präsentieren. Nachfragen aus der Versammlung waren nicht gestattet, und noch nicht an der Reihe gewesene Mitbewerber mussten vor der Tür warten. Sandra Röse zitierte lächelnd die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher:"Wenn die etwas erklärt haben willst, frag einen Mann. Wenn du etwas erlediggt haben willst, frag eine Frau" Mit dem heiteren Fingerzeigt auf den feinen Unterschied unterstrich Röse ihre eigenen Ansprüche an Tatkraft und Zielstrebigkeit. Die gebürtige Cloppenburgerin lernte Industriekauffrau, studierte Betriebswirtschaft und arbeitete für Handelsunternehmen in Hamburg, Bremen und Baden-Württemberg, bevor sie mit ihrem Mann zur Familiengründung in Bremen und ab 2009 in Oyten heimisch wurde. Als Mutter - ihre Tochter ist 16, ihr Sohn 11 Jahre alt - entschied sich Röse der Flexibilität wegen für die berufliche Selbständigkeit: Als Unternehmensberaterin beitet sie seit über 15 Jahren Dienstleistungen für kleine und mittelständische Betriebe an. "Analysieren, optimieren und weiterentwickeln ist also mein Steckenpferd", sagte Röse, "und da sehen auch viel in Oyten Handlungsbedarf." Politik und Verwaltung müssten deutlich schneller handeln, transparenter und freundlicher werden. Selbst seit 2010 politisch aktiv und seit 2011 für die CDU im Gemeinderat dabei, wirbt Röse für mehr und neue Formen der Bürgerbeteiligung, um Menschen wieder für Politik zu begeistern. Als Bürgermeisterin müsse sie Mehrheiten schaffen und ausgleichend wirken, führte die 47-Jährige aus. Dabei seien ihre guten Kontakte in alle Parteien und die Kunst des Zuhörens hilfreich. Intensiv hat sich Röse mit ihrer Kandidatur und den "familiären Umwälzungen" bei ihrer möglichen Wahl auseinandergesetzt: "Jetzt steht der Plan - und meine Begeisterung, die erste Bürgermeisterin der Gemeinde Oyten zu werden." Engagiert waren im Anschluss auch die Vorträge von Jens Blohme (47), Oberregierungsrat in Bremen und in Bassen vielfältig ehrenamtlich engagiert, von Michael Endress (45), selbständiger Betriebswirt und Investor aus Bassen, und von Reinhard Luessen (63), pensionierter Polizeibeamter, CDU-Ratsherr und Motor der Dorfgemeinschaft Sagehorn. Keiner jedoch die Überzeugungskraft von Sandra Röse, die, ausgestattet mit einem überzeugenden Mitgliedervotum, am 26. Mai als CDU-Kandidatin zur Bürgermeisterwahl antritt. Stand heute gegen Heiko Oetjen (SPD) und Björn Meyer (Grüne). Achimer Kreisblatt am 24.01.19, von Petra Holthusen

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