Wo drückt der Schuh am Oyterdamm

16. Oktober 2018

Am Dienstag, dem 04.09.18 traf sich die CDU-Gemeinderatsfraktion mit den Anwohnern des Ortsteils Meyerdamm/Oyterdamm vor Ort. Die Kommunalpolitiker kamen mit der Frage „Wo drückt der Schuh" auf die Anwohner zu und es wurde angeregt diskutiert. Die Presse, die auch zu diesem Termin eingeladen war, schrieb folgendes:

Situation auf dem Oyterdamm

Tagsüber „Parkplatz", abends „Autobahn"

Wegen Staus und Raserei: Anwohner am Oyterdamm unzufrieden mit der Verkehrssituation auf der L 168

Oyten. Die Nähe zur Autobahn hat für die Gemeinde Oyten durchaus Vorteile, etwa dass die dortigen Gewerbeflächen heiß begehrt sind. Doch die Schattenseite zeigt sich immer dann, wenn es sich auf der A 1 staut – was angesichts der dortigen Baustellen in letzter Zeit nicht gerade selten der Fall gewesen ist. Denn dann schlängelt sich eine Karawane aus Autos, Lkws und anderen Fahrzeugen über die vom Bund ausgewiesene Umleitungsstrecke über die Landesstraße 168 durch Oyten. Und das nicht selten aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens im Schneckentempo. Sehr zum Ärger natürlich für die Oytener und vor allem die Anwohner – etwa am Oyterdamm. Einige von ihnen machten ihrem Ärger über diese Situation am Dienstagabend in der Scheune eines Anwesens am Oyterdamm Luft. Der CDU-Ortsverband Oyten hatte zur Premierenveranstaltung von „Wo drückt der Schuh" geladen. Bei diesem Format wollen die Christdemokraten der Reihe nach in den Ortsteilen etwas von Sorgen der Oytener erfahren und Fragen beantworten. Und zum Auftakt waren die Bürger aus Oyterdamm und Meyerdamm angesprochen.

Das Thema Verkehr spielte dabei eine große Rolle. Im Bezug auf die häufige Stausituation sprach einer der Anwohner davon, dass die Straße regelmäßig mehr einem „Parkplatz" als einer Straße gleiche. Vonseiten der CDU wurde dazu direkt Stellung genommen. An der ausgewiesenen Umleitungsstrecke per se könne man als Gemeinde nichts ändern, erläuterte Reinhard Lueßen, der auch einen Ausblick auf weitere Baustellen auf der A 1 gab, um deutlich zu machen, dass keine Entlastung zu erwarten sei. Doch nach Ansicht der CDU könne die Staulage deutlich entschärft werden, wenn die Ampelanlagen an der Korfu-Kreuzung sowie im Oytener Zentrum besser geschaltet werden. Nämlich so, dass die Verkehre auf der Landesstraße längere Grünphasen haben und die Fahrzeugmengen besser abfließen können.

Nicht in Gemeindehand

„Das läuft momentan nicht, wie es laufen soll. Wir sind da dran, aber das Straßenbauamt ist dafür zuständig", erklärte Bodo Becker. Parteikollege Kai Grönke ergänzte: „Das Problem ist bekannt und mehrfach von allen Seiten aus Oyten gerügt worden. Aber bei der Landesbehörde regt man sich nicht." Doch nicht nur die Grünphasenlänge sei ein Problem, „die Ampeln kommunizieren auch nicht miteinander", kritisierte Lueßen, dass man auf dem Weg durch Oyten häufig an jeder Ampel halten müsse.

Doch sind die Hauptverkehrszeiten auf dem Oyterdamm vorbei und Fahrzeuge haben freie Fahrt, ergibt sich das nächste Ärgernis, wie Anwohner berichteten. Denn dann werde die Straße regelmäßig zur „Autobahn", wenn Verkehrsteilnehmer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit teils deutlich überschreiten. Angesichts dieser Situation merkte ein Anwohner an: „Mit welcher Lärmbelastung wir hier leben, ist enorm." Die Forderung nach einer festen Blitzeranlage wie zwischen Oyten und Bassen oder nach anderen Alternativen zur Abschreckung für Raser wurde laut.

Doch bevor sich da etwas tun wird, machte die CDU deutlich, müssten der Landesbehörde erst einmal Zahlen vorgelegt werden, die den Bedarf verdeutlichen. Liefern sollen diese Messungen – und das schon bald. „Die Gemeinde hat zugesagt, dort ein Messgerät aufzustellen", ließ Becker wissen. Und im nächsten Schritt sei es dann wichtig, bei der zuständigen Behörde auch mit Nachdruck zu fordern, dass etwas passiert, damit die Geschwindigkeiten eingehalten werden.

Doch nicht nur auf der Landesstraße besteht laut Bürgeransicht Handlungsbedarf, sondern auch daneben. So habe der Rad- und Fußweg keine ausreichende Beleuchtung, merkte eine Person an. Dem musste Becker beipflichten: „Am Abend muss man da eine Taschenlampe dabei haben." Und weiter wurde kritisiert, dass auch der Radweg an sich in einem unbefriedigenden Zustand sei. „Das können wir direkt mitnehmen", kündigte Grönke an, dass sich die CDU dem Problem annehmen wolle. Gleiches gelte für die die Stau- und Raserproblematik. „Manches ist bestimmt praktikabel und umsetzbar und wir werden sehen, welches Ergebnis wir herbeiführen können", schloss er die rund 90-minütiger Diskussion.

Hier noch der Link zum entspr. Bericht im Achimer Kurier:
Tagsüber „Parkplatz", abends „Autobahn"
http://www.e-pages.dk/weserkurier/16348/article/774060/3/5/render/?token=15096e7205ea074561a2c71130dd4a57

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